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Tagesmütter-Berichte

...Wenn ich an Florian (7 Jahre) denke, verbinde ich seinen Namen immer mit dem eines „Pfandfinders“, er findet einen verbindenden Weg der Kinder untereinander. Ich beobachte die Kinder, wie Florian mit Matthias, mit Urban und mit der Susi, die alle unterschiedlichen Alters sind, umgeht und ich finde es so interessant zu sehen, wie sie gemeinsam ein eigenes Spiel erschaffen, wie faszinierend es ist, ihre Gespräche zu verfolgen, wie sie lachen, streiten und sich wieder miteinander versöhnen. Florian ist der „Große“, er hilft den „Kleinen“ und sie arbeiten mit. Florians Eltern können wohl stolz auf ihn sein...“

„...Manuela (1,5 Jahre) sagt zu mir Moni, statt Monika. Ihre Eltern erzählen, wenn sie um die Ecke biegen, sagt sie schon gleich „Moni“. Das freut mich natürlich, weil es zeigt, dass sie gerne zu mir kommt.
Sie kann jetzt schon viele Sachen, die man eben kleinen Kindern lernt:
„Wo ist die Manuela?“ Und sie hält sich die Hände vor`s Gesicht.
Wie groß ist die Manuela? Und sie hält die Hände hoch.
Augen, Nase und Mund kann sie auch herzeigen und voller Stolz natürlich ihren Bauch. Ich glaube, sie das am meisten lachende Tageskind, das ich jemals hatte...“

„Maritta (2 Jahre) ist ein Energiebündel hoch 3. Sie ist immer und überall dabei. Sie ist lieb und nett, sie ist laut und schnell, sie ist lustig und zornig, sie ist unwahrscheinlich zärtlich, aber auch oft ausgesprochen grob. Wenn ich mit Maritta spazieren gehe, dann begrüßt sie jeden, der uns begegnet, mit einem freundlichen „Hallo!“ und mit einem unwiderstehlichen Lächeln.
Nachdem ja zuerst Mirco und dann auch noch Johannes begonnen haben, auf dem Topf zu sitzen und ich bei Johannes jedes Mal nach gelungener Tat natürlich in Lobeshymnen ausgebrochen bin, musste Maritta selbstredend auch auf den Topf, das heißt: Hose ausziehen – Body auf – Windel weg – sitzen – zwei Sekunden später steht sie auf – hat 3 Tropfen in den Topf gepresst – und jubelt lautstark „BAWO“ – und pieselt den großen Rest irgendwohin, noch bevor ich mit der Windel hinterher sein kann. Super – oder? Nun ja, wer weiß. womöglich habe ich bald gar kein Wickelkind mehr. Das wäre ja – nach 15 oder 20 Jahren wickeln – direkt unvorstellbar...“

Die ersten Tagesmütter gehen bereits in Pension, nach 20 Jahren Berufstätigkeit als Tagesmutter. Abschiedsbericht der Tagesmutter Auguste: „Mein jüngstes Kind war bei Betreuungsbeginn 6 Monate alt, mein ältestes bei Betreuungsbeginn 14 Jahre. Es gab eine tränenreiche Verabschiedung nach 8 Jahren wunderbarer Zusammenarbeit mit den Eltern, weil die Familie nach Vorarlberg übersiedelte. Mit großer Freude immer wieder neue Beziehungen erlebt und den Fortschritt der Kinder genossen. Anerkennung und Vertrauen der Kinder und Eltern gerne entgegengenommen. Die Kinder behutsam begleitet, versucht, sie nicht zu sehr zu beeinflussen und sie mit Verständnis, Humor und Liebe zu führen. Die mir gewährte Handlungsfreiheit meiner Arbeitgeber, liebe Frauen vom Frauen im Brennpunkt-Verein, genossen. Das Vertrauen und das Verständnis, die emotionale Stütze, sowie die stete Bereitschaft, helfend zur Seite zu stehen, liebe Frauen im Brennpunkt-Frauen, vom ersten bis zum letzten Arbeitstag hochgeschätzt. Danke euch allen! Das war ein kleiner Arbeitsbericht im Rückblick über meine 20 Jahre als Tagesmutter. Ihr werdet schon gesehen haben, ich denke gern zurück und der Name: Frauen im Brennpunkt weckt positivste Gefühle in mir!“

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