WEIL ICH EINE FRAU BIN.

Frauen im Brennpunkt portraitiert Frauen und ihre individuelle Geschichten. Damit werden Frauenleben in Tirol und darüber hinaus aufgezeigt. Persönliche Schritte, die zu Erfolgen führten, sowie besondere Herausforderungen, werden sichtbar und nachlesbar. Inhaltlich bewegen sich die Fragestellungen, aufgrund derer die Gespräche mit den Frauen geführt werden, in den Bereichen in denen Frauen im Brennpunkt sich verortet: berufliche Qualifizierung und Bildung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie allgemeine Frauenpolitische Anliegen.
In jeder Ausgabe des Frauen im Brennpunkt Newsletters erscheint eine neue Frauenstimme. Viel Freude beim Lesen.

Bildnachweis: OeAD_Klimpt

Meine Geschichte

Ich bin als Kind der 70er Jahre in einer Arbeiter- und Bauernfamilie als viertes von fünf Kindern in Kärnten in einem zweisprachigen Gebiet geboren und aufgewachsen. Bei uns haben drei Generationen unter einem Dach gelebt. Meine beiden Großmütter waren sehr verschieden, eine war sehr konservativ, die andere moderner.

Körperliche Arbeit war in der Familie immer wichtig. Alle Kinder mussten immer am Bauernhof und im Haushalt mithelfen, geistige Arbeit hingegen hatte einen geringen Stellenwert, lesen wurde als Faulenzen gesehen. Das Frauenbild in meiner Familie war dementsprechend ein sehr traditionelles, trotzdem hat es sich aber in meiner Generation spürbar gewandelt. Mit zehn Jahren habe ich meinen Vater davon überzeugt, dass ich ins Gymnasium gehen darf. Im Familienrat, um den Küchentisch sitzend, habe ich damals schon gemerkt, dass nicht alle dafür waren, auch nicht alle Frauen. So habe ich früh gelernt, für mich selbst einzutreten. Mein Vater hat aber den Wunsch nach höherer Bildung als aufrechter Sozialdemokrat in der Bruno Kreisky-Ära sehr ernst genommen.

„Richte den Fokus auf das, was du hast, nicht auf das, was dir fehlt!“

Ohne Unterstützung in der erweiterten Großfamilie wäre es während meiner Schulzeit nicht gegangen. Ich wurde von meiner Oma, meinen Tanten, und von der Nachbarin unterstützt. Da habe ich gelernt: Man muss es nicht allein schaffen.

„Seid stolz, eine Frau zu sein“, hat meine Oma immer zu mir und meinen Schwestern gesagt.

Meiner jüngeren Schwester habe ich meine Erfahrungen auch mitgegeben: „Wenn du etwas erreichen willst, dann musst du es aussprechen, erklären, warum du es willst und dich auch länger darum bemühen, wenn du es nicht gleich erreichst. Gib niemals beim ersten Mal auf!“

Freude am Tun und Lernen

Mein heutiger Beruf beschäftigt sich mit europäischer Integration und Bildung und entspricht damit stark dem, was mir persönlich wichtig ist. Seit elf Jahren arbeite ich in der OeAD-GmbH, der österreichischen Agentur für internationale Mobilität und Kooperation in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur. In der Abteilung Europäische Bildungszusammenarbeit und –mobilität wird das Erasmus+ Programm verwaltet. Ich arbeite im Team Berufsbildung und berate und begleite internationale Kooperationsprojekte. In diesen Projekten werden neue Methoden, Materialien und neue Lehrpläne entwickelt. In den Bereich der beruflichen Bildung gehören auch Projekte, die den Zugang zu beruflicher Weiterbildung verbessern oder insgesamt das Lernen am Arbeitsplatz ermöglichen.

So durfte ich auch mit den drei Erasmus+ Projekten von Frauen im Brennpunkt in Kontakt kommen. Die Themen wie der Wiedereinstieg von Frauen in den Arbeitsmarkt durch den verbesserten Zugang zu Weiterbildung, die gendergerechte Auswahl von Arbeitnehmerinnen durch Bereitstellung überarbeiteter Tests für Arbeitgeber/innen und das aktuelle Projekt zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz, bei dem Sensibilisierungsschulungen für Führungskräfte und Multiplikatorinnen entwickelt werden, sind meiner Meinung nach immens wichtig.

Durch meine tägliche Arbeit erkenne ich, dass mein Leitspruch „Steter Tropfen höhlt den Stein“ nach wie vor funktioniert. Ich freue ich mich darüber, dass einige der entwickelten Materialien und Methoden in die unterschiedlichen Bildungssysteme übernommen werden.

Im Rahmen meiner Arbeit habe ich auch mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun, deren Arbeitsschwerpunkte sehr vielfältig sind. Ein Beispiel: Die Landesfeuerwehrschule Tirol koordiniert das Erasmus-Projekt „SAFEINTUNNELS“ mit dem Thema Sicherheit in langen Straßen- und Eisenbahntunneln. Die Ergebnisse werden auch im Brennerbasistunnel zum Einsatz kommen. Dieses ständige Lernen neuer Inhalte macht mir viel Freude und motiviert mich, auch weiterhin in diesem Bereich zu arbeiten.

Vorbild sein und für gleichen Lohn kämpfen

Ich wünsche mir in einer Welt zu leben, in der es egal ist, ob man ein Mann oder eine Frau ist. In einer Welt, in der es egal ist, welche Hautfarbe und sexuelle Orientierung man hat, welcher Religion man angehört. Frauen sollen die gleichen Chancen haben wie Männer. Das beginnt in der Familie, im Kindergarten, in der Schule – dort sollten Kinder Vorbilder haben, die sie dabei unterstützen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Für mich bedeutet Gleichberechtigung, selbstbestimmt leben zu können. Dafür ist eine fair entlohnte Arbeit essentiell. Von 2008 bis 2013 war ich selbst im Bundesfrauenvorstand des ÖGB aktiv und habe mich intensiv mit der Arbeitswelt von Frauen beschäftigt. Darum weiß ich heute: gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist das wichtigste, was wir heute für eine echte Gleichberechtigung fordern können.

September 2020

Warum ich tue, was ich tue

Ich bin seit zwei Jahren Beraterin im FrauenBerufsZentrum von Frauen im Brennpunkt. Davor habe ich Psychologie studiert und war unter anderem lange im betrieblichen Gesundheitsmanagement eines großes Konzernes tätig.

Ich kann mich ganz gut erinnern, dass mein Vater einmal zu mir gesagt hat, dass ich beruflich machen kann, was ich will. Ich soll es einfach ordentlich und mit Freude machen. Da war immer alles möglich.

Ich finde es großartig, dass wir im FrauenBerufsZentrum Frauen darin unterstützen können, selbstbestimmt zu leben. Wir arbeiten hier mit Frauen, die beim AMS vorgemerkt sind und eine Unterstützung beim Wiedereinstieg ins Berufsleben suchen. Die Klientinnen und ihre Lebensgeschichten und Wünsche sind so individuell wie die Frauen selbst. Die Beratung dauert drei bis sechs Monate. In dieser Zeit werden gemeinsam Pläne erstellt und Perspektiven geschaffen.

In meiner Arbeit motivieren mich besonders Erfolgserlebnisse – wenn ich sehe, dass meine Klientinnen in einen Job einsteigen oder eine tolle Qualifizierung, eine Weiterbildung, abschließen.

Rückblick auf eine Ausnahmesituation

Die vergangenen Monate waren für mich während des Erlebens ganz anders als im Rückblick. Wir haben keinerlei Beratungen in dieser Zeit abgebrochen, sondern via Telefon und Videokonferenz weitergemacht. Für meinen Beruf war ich glücklicherweise technisch bereits sehr gut ausgestattet, da ich immer mehrere Standorte betreue. In der Beratung habe ich bei Klientinnen häufig jene Angst gespürt, die ich auch selbst bei mir wahrgenommen habe.

Viele hatten das Bedürfnis, über das zu reden, was da gerade passiert. Es ging oft darum, für die Frauen einfach da zu sein und mit ihnen gemeinsam die Situation auszuhalten, wirtschaftliche Unsicherheiten genauso wie gesundheitliche Ängste.

Besonders im Bezirk Landeck war die Verbreitung des Virus ja relativ stark. Manche Frauen, die ich beraten habe, kannte ich bereits vorher persönlich, andere habe ich während der Quarantäne erst in der telefonischen Beratung kennengelernt. Das war besonders herausfordernd und spannend. Sehr schön war es dann, diese Frauen jetzt im Nachhinein erstmals „face to face“ zu treffen und nochmal neu kennenzulernen.

Das Private und Berufliche haben sich in dieser Zeit stark vermischt. Meine Kinder haben erstmals erlebt, dass ich zwar da bin, aber gerade keine Zeit für sie habe, da ich zu Hause arbeite. Das schlechte Gewissen war auch ein ständiger Begleiter für mich: Habe ich genug gearbeitet? Habe ich mir genug Zeit für meine Kinder genommen?

Meine Kinder sind beide im schulpflichtigen Alter und waren beide im Home Schooling. Hier mussten wir zuerst die technischen Voraussetzungen daheim schaffen. Sie haben dann sehr viele Arbeitsaufträge von der Schule bekommen, was uns alle stark gefordert hat. Ich habe mir dann irgendwann gedacht:

„Das ist eine Krise und in der Krise müssen wir nicht genauso funktionieren wie sonst!“

 

Das war wichtig, um den eigenen Drang zum Perfektionismus abschalten zu können. Ich habe mir gedacht: Die Kinder werden sich in einigen Jahren nicht an die einzelnen Schulaufgaben erinnern, sondern an die Stimmung in der Familie in dieser speziellen Zeit. Im Nachhinein konnten wir als Familie daraus auch sehr viel mitnehmen. Wir haben stundenlang miteinander gekocht und gebacken, Brettspiele gespielt und sind gemeinsam spazieren gegangen.

Was ich mir für Frauen wünsche

Ich wünsche mir, dass Frauen in einer gewaltfreien Umgebung leben, arbeiten und wirken können. Besonders wichtig finde ich, dass jede Frau eine Stelle findet, die ihrer Ausbildung entspricht, dass sie sich nicht unter ihrem Wert verkaufen muss. Und da ist noch so viel mehr, was ich jeder Frau wünsche: Selbstbewusstsein, eine faire Bezahlung und dass sie ihre Wünsche verwirklichen kann, frei von gesellschaftlichen, familiären oder finanziellen Umständen.

Für mich bedeutet Gleichberechtigung vor allem Chancengleichheit, schon vom jüngsten Alter weg. Es bedeutet auch, die Arbeit im Haushalt gerecht zu teilen. Und dass Frauen frei einen Lebensentwurf wählen können und sich dafür nicht rechtfertigen müssen, egal ob sie ihre Kinder selbst betreuen oder gleich wieder arbeiten gehen möchten. Dass sie sich unabhängig von dieser Entscheidung trotzdem vollwertig fühlen können.

Dieser Beitrag ist im Rahmen eines Interviews von Frauen im Brennpunkt mit Birgit Heidegger, Beraterin im FrauenBerufsZentrum, entstanden. 

Mai 2020

Wie ich zu der wurde, die ich bin

Geboren bin ich am 12. Mai 1992 und in einer großen Familie aufgewachsen, eine von 6 Geschwistern. Drei davon sind meine Halbgeschwister, denn ich bin ein Scheidungskind. Meine Eltern haben sich scheiden lassen, da war ich zehn. Das war nicht immer ganz so einfach für mich. Was mich immer geprägt hat, was mich ausmacht, das ist auch immer schon so gewesen, das ist dieser Gerechtigkeitssinn. Schon seit meiner Kindheit, es war mir immer wichtig auf Ungerechtigkeit hinzuweisen. Deswegen auch mein Studium, der Master in Erziehungs- und Bildungswissenschaft, das ist einer der Studiengänge, der wirklich zu mir passt. Er passt zu meinen Vorstellungen und zu meiner Persönlichkeit.

Migrationspädagogik war was mich schon vor dem Studium interessiert hat, da habe ich auch schon Volontariate gemacht. Den Menschen, die es nicht so einfach im Leben haben, aus welchem Grund auch immer, will ich Hilfe sein. Das wollte ich mit meinem Studium befestigen, durch meine Professionalisierung erwerben und dann umsetzen. Unterstützend, eine helfende Hand will ich sein.

Mich für Gerechtigkeit einsetzen

Woher dieser Gerechtigkeitssinn kommt? Ich glaube das hat damit zu tun, was mein Papa mir immer vermittelt hat. Er ist ein sehr toleranter Mensch. Ihm war immer wichtig, dass Menschen gleichbehandelt werden, dass ich, dass seine Kinder sich für Gerechtigkeit einsetzen sollen. Dass wir Zivilcourage zeigen, nicht wegschauen, wenn Probleme auftauchen, sondern hinschauen und intervenieren.

Mein Papa hat mir sehr viel mitgegeben um die Person zu werden, die ich heute bin. Sei es auch was mein Studium angeht, da hat er mich auch immer unterstützt. Er hat uns immer die Freiheit gelassen das zu tun was wir wollen. Oft ist es bei Studierenden mit Migrationshintergrund so, dass die Eltern Vorstellungen haben, was die Kinder machen sollen, zum Beispiel Jus oder Medizin. Mein Papa hat mir und meiner Schwester immer gesagt. Nein, ihr macht das was euch gefällt. Meine Schwester hat Journalismus gemacht, da waren wir gerade in London bei ihrer Sponsion. Er wollte immer, dass seine Töchter emanzipierte junge Frauen werden, die selbstbestimmt sind; selbstbewusst sind, sich nicht unterdrücken lassen, von wem auch immer. Das war ihm immer wichtig. Und das ist mir auf jeden Fall jetzt auch wichtig.

Die Freiheit selbst entscheiden zu können

Bildung ist meines Erachtens der Kern für ein selbstbestimmtes und freies Leben. Bildung bedeutet Emanzipation und die Freiheit Entscheidungen selbst treffen zu können. Und ich finde auch, dass durch Bildung Wege eröffnet werden; neue, die jeder und jede individuell gehen kann.

Vom Mentoringprogramm Einsteigen – Aufsteigen bin ich sehr begeistert gewesen und bin es immer noch. Ich finde es ist für uns Studentinnen ein Sprungbrett für unsere berufliche Entwicklung. Dass wir später mal in einer Leitungsposition arbeiten können, dafür ist es eine gute Basis. Mir hilft das Mentoring in vielerlei Hinsicht. Dank meiner Mentorin habe ich ein Projekt initiiert. Sie hat mir konkrete Anlaufstellen genannt, wohin ich mich wenden kann.

Ich erlebe meine Mentorin als eine emanzipierte Frau mit einer sehr starken Persönlichkeit. Sie ist eine ehrgeizige, humorvolle, sympathische und hilfsbereite Frau. Hätte ich sie nicht kennengelernt, ich hätte gewisse Skills nicht erworben. Sie hat mir Mut gemacht dieses Solidaritätsprojekt in die Tat umzusetzen. Dabei geht es um geflüchtete Menschen auf der Insel Lesbos in Griechenland. Viele NGOs (Nichtregierungsorganisationen) setzen sich vor Ort für die Menschen mit medizinischer, psychosozialer Hilfe, etc. ein. Und eine der NGOs hat nach Unterstützung und Sichtbarwerden gefragt. Es ging dabei darum in verschiedensten Orten in Europa Menschen auf den Straßen zu mobilisieren, sie zu gewinnen sich mit einem Hinweisschild fotografieren zu lassen.

Ich dachte mir, das können wir in Innsbruck auch machen!

Und nach erfolgreicher Veranstaltungsanmeldung habe ich mich zum Landesmuseum gestellt, mit einer Pinnwand und Infos zur Situation geflüchteter Menschen auf Lesbos und der Unterstützung der NGOs vor Ort. Und ich war begeistert und total froh über die Bereitschaft der Menschen in Innsbruck. Alt und Jung haben mitgemacht und gesagt: Sicher mach ma da a Foto. Ist ja auch eine Ungerechtigkeit, die da stattfindet. Und so sind über 100 Fotos entstanden von Personen, die auch ein Stückweit Zivilcourage zeigen. Ich habe die Bilder in einen Film verwandelt und ihn auf den Sozialen Medien geteilt. Sichtbar werden, hinschauen, mitmachen.

Ich bin in Österreich geboren und aufgewachsen und eine junge Frau mit türkisch-kurdischem Migrationshintergrund. Migrationspädagogik interessiert mich besonders, weil ich ein Mensch mit starkem Gerechtigkeitssinn bin. Menschen mit Migrationshintergrund und ggf. auch Fluchterfahrung haben es nicht so einfach wie andere in der Gesellschaft. Deswegen möchte ich mit Menschen arbeiten, sie auf ihren Bildungswegen begleiten und ihnen mit-ermöglichen vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft zu sein. Für meine berufliche Zukunft sehe ich meine Erfahrungen und Biographie, meine Mehrsprachigkeit, als Chance und Mehrwert, um mit potentiellen Klientinnen und Klienten zu arbeiten.

Was ich mir für Frauen wünsche

Ich will auf jeden Fall, ich erhoffe mir, dass Frauen in unserer Gesellschaft, die noch häufiger von struktureller Gewalt betroffen sind, noch selbstbewusster werden, offener werden und sich für ihre Rechte einsetzen. Wie machen sie das? Sie sollen ihre Stimmen erheben. Dieser Kampf geht schon lange an. Ökonomische Gewalt! Gewalt an sich. Ich kenne die Lösung nicht, allerdings denke ich, wenn Frauen weiter ihre Stimmen erheben, sich nichts gefallen lassen, dann wird sich was ändern. Wie wäre es mit einem Boykott? Frauen gehen nicht mehr arbeiten bis sie endlich gleich viel verdienen.

Bildung ist meines Erachtens der Kern für ein selbstbestimmtes und freies Leben.

Meine Geschichte

Meine Geschichte beginnt im Großen und Ganzen damit, dass ich als viertes von sechs Kindern geboren wurde. In einer kinderreichen Familie aufzuwachsen bedeutete für mich, viel Kinderzeit zu erleben. So wuchs ich schon allein durch meine Geschwister stets umgeben von Kindern auf. Ich absolvierte einen mittleren Schulabschluss, heiratete sehr jung und bekam eigene Kinder.

Was ich wusste, damals vor knapp 30 Jahren war, dass ich in den ersten Jahren bei meinen Kindern sein wollte. Was ich nicht wusste: Wo will ich überhaupt hin? Was will ich erreichen? Über ein Inserat bewarb ich mich und wurde Tagesmutter. Zehn Jahre lang hatte ich somit die Möglichkeit neben meinen eigenen Kindern weitere Kinder, bei uns zu Hause, zu betreuen.

Was darauf folgte: Der Wunsch nach Veränderung. Dieser ließ mich hellhörig sein und der Zufall ergab, dass ich als Vertretung in der damaligen Spielgruppe Zugspitzzwerge mitarbeiten konnte. Eine Kollegin hörte auf und manchmal im Leben, da spüre ich: das will ich! Den dazugehörigen Mut hatte ich damals auch.

Zeiten der Veränderung

Allerdings folgte die Erkenntnis: Ich brauche Weiterbildung. Ohne spezifische Ausbildung kam im Alltag eine Unzufriedenheit in mir auf. Der Früherziehungslehrgang vom Land Tirol – es war der erste dieser Art – ermöglichte mir die Ausbildung zur Früherzieherin. Nach Abschluss dieser Ausbildung konnte die Spielgruppe in Ehrwald in eine Kinderkrippe umgewandelt werden.

Diese Zeit fühlt sich rückwirkend an wie ein Spagat: Ausbildung, eine dritte Tochter, die wir bekommen haben und ein außerhäuslicher Beruf. Weshalb es mir gelungen ist? Privat, weil wir als Familie an einem Strang gezogen haben. Meine Familie, mein Mann, haben mich darin unterstützt, das zu tun, worin ich aufging und immer noch aufgehe. Insgesamt war es eine Zeit, in der sich ein gewisser Strukturwandel vollzogen hat, in der der Zugang zum Beruf der Früherzieherin ausgeweitet wurde. Es war damals viel im Aufbau. Heute wäre dieser Weg so nicht mehr denkbar. Damals hat viel genau gepasst.

Es tut sich was!

Dass sich in der Elementarpädagogik was tut, davon bin ich begeistert. Die Entscheidung für den Beruf mit rund 14 Jahren, das finde ich zu früh. Meine Mama hätte mir damals sogar vorgeschlagen, Kindergartenpädagogin zu werden. Allerdings hat es dafür bei mir eben länger gedauert. Ich hatte erst durch die Erfahrungen als Tagesmutter das Gefühl, da bringt mich was weiter, ich habe etwas gefunden, das mir richtig gefällt, worin ich aufgehe! Und so folgte auch der Leitungslehrgang.

Über zehn Jahre bin ich mittlerweile auch schon die Leiterin der Kinderkrippe. Ich bin eine Spätberufene, und der Job ist meine Berufung, das spüre ich. Nach all der Zeit ist das so. Das Beziehungsdreieck mit Eltern und Kindern, das fasziniert mich. Ich weiß, dass ich mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen den Eltern etwas weitergeben kann.

Wir sind Expertinnen und Experten für die Altersgruppe der eineinhalb bis dreijährigen Kinder. Die Erfahrung macht uns reich und trotzdem gibt es auch für uns immer wieder Überraschungen. Wir sind Vorbilder. Ich empfinde es als besonders wichtig, Kindern Zeit zu lassen. Kinder verstehen meist viel mehr als wir denken.

In meinem Job sehe ich meine Aufgabe darin, mein erworbenes Wissen zurück in die Gesellschaft zu tragen. Kinder begreifen – eben in dem sie angreifen und erfahren. Für mich ist das so zentral. So sehe ich das auch: Es gilt für mich Dinge auszuprobieren. In meiner Leitungsposition ist das von großer Bedeutung. Und es gefällt mir auch, denn ich spüre immer wieder, es tut sich was!

Juli 2019

Möglichkeiten aufzeigen und Türen öffnen

In Bezug auf unsere eigenen Kinder, das habe ich auch mit meinem Mann rückwirkend und rückblickend diskutiert. Von unseren beiden erwachsenen Töchtern hat eine ihr Studium bereits absolviert und die zweite ist noch dran. In Wien und Graz, nicht unmittelbar um die Ecke in Innsbruck, haben sie studiert. Unsere Jüngste arbeitet auf die Matura hin. Was haben wir gemacht?  Wir haben ihnen Türen geöffnet. Als Eltern können wir öffnen und zeigen oder einen Blick in die Weite verwehren.

Uns war wichtig, dass unsere Töchter ihre eigenen Entscheidungen treffen. Alle drei wissen, sie können mit uns rechnen und auf uns zählen. Und sie sollten für sich herausfinden, was ihnen Freude macht, um so Erfüllung in ihren Berufen – als Kunsthistorikerin und Lehrerin der Sekundarstufe – zu finden. Bildung bedeutet für mich, wissen was du willst, dir deine Meinung bilden, diskutieren und kritisch hinterfragen. Als ich gefragt wurde, ob ich für ein Interview zur Verfügung stehe, da hat meine Tochter gesagt:

„Klar Mama, du kannst deine Geschichte schon erzählen!“

Frau sein

Ich bin gerne Frau. Fühle mich stark und selbstbewusst und auch mal emotional. Gefühle zeigen, das gehört zum Frausein und zum Mannsein. Ja, ich bin gern Frau, ich bin’s gern. Meine Mutter hat mir viel vorgelebt. Sie ist eine Inspiration für mich, wie viele starke Frauen. Überhaupt gibt es so viele starke Frauen. Spannende Persönlichkeiten, die strahlen und motivieren. Frauen, mit denen ich in ein gutes Gespräch komme, von denen kann ich etwas mitnehmen.

Auch im Verein Frauen im Brennpunkt habe ich Powerfrauen erlebt. Ich wurde gepusht im Sinne von „Mach das doch!“ Ich fühle mich wertgeschätzt und das ermöglicht mir, dahin zu gehen, wo andere vielleicht denken, das kann sie doch nicht. Vorbilder haben mir gezeigt, dass ich es weit schaffen kann. Ich bin da, wo ich sein will. Ein Weg, der mir nicht immer so klar war, der auch nicht immer der direkteste war.

Dieser Beitrag ist im Rahmen eines Interviews von Frauen im Brennpunkt mit Maria-Luise Razenberger, Leiterin der Kinderkrippe Zugspitzzwerge, entstanden. 

Wie alles begann

Das Ferialpraktikum, das ich zu meiner HAK* Schulzeit im Personalbereich eines großen Unternehmens in Innsbruck absolvierte, ist für meine frühe Liebe für das Personalwesen verantwortlich. Ich hatte damals erkannt, ich arbeite gerne mit Leuten! Obwohl ich mit dem Gedanken spielte zu studieren, begann ich als Assistentin der Geschäftsführung bei einem jungen Tiroler Unternehmen. Das bedeutete viel Aufbauarbeit, inklusive dem Aufbau von Personal und einer Personalabteilung. Ich lernte verschiedenste Arbeits- und Aufgabenbereiche kennen und wechselte zu einem anderen Unternehmen. Dort war ich insgesamt acht Jahre lang und in der Zeit kamen meine beiden Kinder Lina und Felix zur Welt. Bei diesem Unternehmen konnte ich Beruf und Familie leider nicht gut vereinen. Also suchte ich nach einer Alternative. Ich konnte mir den Traum vom Studium erfüllen, denn mit dem Wechsel zu Cura hatte ich die Möglichkeit berufsbegleitend zu studieren, da ich den Master noch nicht fertig habe.

Ein Akt der Balance

Beruf, Familie und Studium. Damit das gemeinsam gelingt braucht es vor allem Organisation. Wer nicht organisiert ist wird sich schwertun. Manchmal habe ich das Gefühl es handelt sich bei mir um ein „Minutenmanagement“. Wenn alles normal läuft, dann geht das gut, richtig herausfordernd sind die Ausnahmen. Wenn zum Beispiel eines der Kinder krank ist oder ich kurzfristig Termine umplanen muss. Deswegen ist der zweite Aspekt ein gutes soziales Netzwerk zu haben. Und dann braucht es auch noch Motivation. Die Liebe zu dem was ich mache ist mein Antreiber. Ich finde Erfüllung in dem was ich tue. Oft fühlt sich Arbeit nicht als Arbeit an. Wenn ich Früchte trage, aus dem was ich gerne mache, und es auch gut mache, dann bin ich motiviert; und nehme den Drahtseilakt in Kauf. Fernsehen am Abend, das gibt es eben nur noch recht selten. Sind die Kinder im Bett, dann heißt es für mich entweder Studium oder Arbeiten. Ich habe es mir so ausgesucht, das Studium ist für mich ein Stückweit Hobby.

Hauptsache den Kindern geht es gut

An oberster Stelle steht, dass es den Kindern gut geht. Mir war bei allen Betreuungsformen, egal ob Tagesmutter, Kinderkrippe und Kindergarten, besonders wichtig, dass diese im sozialen Umfeld der Kinder stattfinden, da wo sie groß werden. Ich wollte, dass sie, wenn sie die Betreuungsart wechseln, immer noch von denselben Kindern umgeben sind. Zudem, für mich als Berufstätige, ist leistbare Ferien- und Nachmittagsbetreuung mit Mittagessen wichtig. Wie soll es möglich sein bei 13 Ferienwochen und 5 Wochen Urlaub den Bedarf selbst abdecken?

Weshalb ich da bin wo ich bin.

Im Nachhinein war der Weg oft schwierig und hart. In den Momenten hat es sich gar nicht so angefühlt. Ich hatte stets das „big picture“ vor Augen und ich hatte immer Ziele. Da bin ich mit viel Leidenschaft schrittweise meinen Weg gegangen. Mir war immer klar wofür ich tue was ich tue. Wo will ich hin? Sonst wird unnötig Energie verpufft. Ich bin HR**, meine Kundinnen und Kunden sind meine Mitarbeitenden. Ein Treiber wird gebraucht und ein Ziel vor Augen. Und mit der Zeit wurde gesehen, was ich leiste und so bekam ich stets Möglichkeiten mich zu entwickeln. Ich hatte zwei Mentoren in meinem Leben von denen ich viel gelernt habe. Sie haben mich in meinen Sachen bestätigt und mich auf dem Weg nach oben mitgenommen. Das hat mich bereichert und empfinde ich als großes Glück.

Frauen brauchen mehr Selbstbewusstsein

Frauen müssen sich mehr zutrauen. Wenn sie eine Stellenbeschreibung lesen und nur drei der geforderten Qualifikationen mitbringen, trauen sie sich die Stelle nicht zu. Männer sagen: ich bringe drei mit, das kann ich! Frauen brauchen mehr Selbstbewusstsein. Heute sind Führungskräfte auch keine einzeln Kämpfende mehr, sie haben ein Team; heute gelingt Zusammenarbeit und Erfolg nur im Team. Ein Team zu führen, dafür sind Männer und Frauen gleich prädestiniert. Und Unternehmen sollen viel mehr den Mut aufbringen Führungskräfte in Teilzeit anzustellen. Mütter in Teilzeit bringen ganz viel weiter und sind meist sehr dankbare Mitarbeiterinnen. Sie haben die Möglichkeit sich als Mama, und mit Leidenschaft im Beruf, zu verwirklichen.

„Frauen müssen sich mehr zutrauen. Wenn sie eine Stellenbeschreibung lesen und nur drei der geforderten Qualifikationen mitbringen, trauen sie sich die Stelle nicht zu. Männer sagen: ich bringe drei mit, das kann ich! Frauen brauchen mehr Selbstbewusstsein!“

Die Quintessenz

Gleichberechtigung. Wir Frauen wollen auch Vorbilder sein. Ich will meiner Tochter Vorbild sein. Ich denke wir sind die erste Generation, die alles machen darf. Damit Gleichberechtigung funktioniert, dann betrifft das nicht nur die eine Person, sondern das gesamte Rundherum. Es braucht Partner, die mitmachen, die entsprechende Betreuung, die Firmen. Alle müssen mitspielen. Im Moment passt die Balance vielfach noch nicht. Und Frauen müssen sich eingestehen, es muss nicht alles perfekt sein. So gut wie möglich reicht vollkommen aus. Und in der Gesellschaft gilt es zu akzeptieren, dass es okay ist, wenn eine Frau acht Wochen nach der Geburt wieder arbeiten geht. Oder wenn sie zu Hause bleibt. Lassen wir doch alle anderen sein. Und jede manövriert sich durch ihren Jungle. Und zuletzt brauchen wir Resilienz. Als Mutter, als Führungskraft, als Berufstätige. Um erziehen zu können um ein Privatleben zu leben und um anderen ein Vorbild zu sein.

September 2019

 

Dieser Beitrag ist im Rahmen eines Interviews von Frauen im Brennpunkt mit Katrin Winterle-Preindl, CURA Marketing Head of Human Resources, entstanden. 

 

*  Handelsakademie
** Human Resources

Weshalb ich bin, wer ich bin

Ich geh mal weit zurück, in meine Kindheit. Glücklicherweise bin ich in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem Gerechtigkeit eine große Rolle gespielt hat. Meine Eltern haben mir das vorgelebt. Es war selbstverständlich, dass mein Bruder, als Bub, im Haushalt das gleiche machen muss, wie ich als Mädchen. Und es war auch selbstverständlich, dass Mädchen auch auf Bäume klettern und Baumhütten bauen. Das Geschlecht machte keinen Unterschied, weder was Pflichten und Aufgaben anging noch bei der Verteilung von Ressourcen. Streikte mein Bruder beim Abwaschen, dann streikte ich auch. Allerdings habe ich auch früh gelernt, dass das zwar in unserer Familie so ist, allerdings nicht wie Gesellschaft insgesamt tickt. Ich hätte einen Palmbusch tragen sollen, während mein Bruder stolz die Palmlatte tragen durfte. Auch da hab‘ ich gestreikt. Gesellschaftliche Bedingungen machen Unterschiede zwischen Frauen und Männern, das hat mich früh geprägt, in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und Feminismus. So wählte ich auch ein Studium, das sich mit diesen Fragstellungen auseinandersetzte. Ich studierte Erziehungswissenschaften und machte zuvor die Ausbildung zur Kindergartenpädagogin.

Vor 23 Jahren begann ich mit Kindern und Jugendlichen im Tiroler Frauenhaus, beratend und begleitend, zu arbeiten. Eine Investition in Kinder und Jugendliche ist die Investition in eine gewaltfreiere Zukunft, also Präventionsarbeit. Mein Ursprungsberuf und das Studium sowie mein Anspruch, mich für mehr Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen, bildeten die perfekte Kombination für die Arbeit im Frauenhaus. Seit 2006 bin ich dort Geschäftsführerin. Beruflich ist mein bisher größter Erfolg der Neubau des Frauenhauses. 18 Jahre hat es gedauert und im vergangenen September war es dann endlich bezugsfertig. Jetzt haben wir deutlich mehr Platz für betroffene Frauen und Kinder und sind endlich auch barrierefrei zugänglich. Das ist eine unglaubliche Errungenschaft, wenn wir bedenken, wieviel Hürden und Stolpersteine es zu überwinden galt.

Abhängigkeitsverhältnisse steigern das Risiko Gewalt zu erfahren

Was bedeutet Frausein in Österreich? Auf den ersten Blick sehe ich Frausein in Österreich als nicht so schlecht, bei genauerer Betrachtung sehe ich viel Aufholbedarf und viele Benachteiligungssituationen. Beispielsweise was die Forderung nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit angeht, denn die Gehaltsschere klafft viel zu weit auseinander. Und im direkten Zusammenhang damit steht meine Arbeit in einer Opferschutzeinrichtung. Abhängigkeitsverhältnisse steigern das Risiko Gewalt zu erfahren immens. Und diese Abhängigkeitsverhältnisse sind gemachte Verhältnisse. Der Staat hätte diese längst abbauen müssen. Zudem gibt es in Österreich noch viel zu wenig verfügbare und leistbare Kinderbetreuungsplätze. Frauen sind vielfach immer noch automatisch für die Kinderbetreuung zuständig und damit schlechter gestellt.

Wenn ich an Frausein in Österreich denke, dann denke ich an Frauen mit Migrationshintergrund, die mit sehr vielen Abhängigkeitsverhältnissen konfrontiert sind; zum Beispiel haben Frauen, die im Rahmen eines Familiennachzuges nach Österreich kommen, fünf Jahre lang keinen eigenen, vom Mann unabhängigen Aufenthaltstitel. In gewaltvollen Beziehungen ist das sehr gefährlich für die betroffenen Frauen.

Positiv fällt mir zum Frausein in Österreich, die klarere und selbstverständlichere Thematisierung von Gewalt ein. Diesbezüglich hat sich die gesellschaftliche Meinung verschoben und es gibt mehr Unrechtsbekundungen, was die Misshandlung von Frauen angeht.

„Ich hätte einen Palmbusch tragen sollen, während mein Bruder stolz die Palmlatte tragen durfte. Auch da hab‘ ich gestreikt. Gesellschaftliche Bedingungen machen Unterschiede zwischen Frauen und Männern, das hat mich früh geprägt, in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit und Feminismus.“

Frauen mit Ressourcen ausstatten

Frauen Raum zu geben bedeutet sie mit Ressourcen auszustatten, damit sie gleichberechtigt leben können. Und zwar mit finanziellen und emotionalen Ressourcen. Frauen Platz geben und sichtbar machen bedeutet, es ist selbstverständlich, dass die Hälfte der Erde, mit all ihren Reichtümern, Frauen zur Verfügung steht! Und drittens bedeutet es, im beruflichen Kontext, Frauen, die Gewalt erfahren haben, einen sicheren Wohnort zu geben wo sie, in Ruhe und in Sicherheit, überlegen können wie sie ihr Leben, bestenfalls ohne Gewalt, weiterleben wollen.

Mutig sein

Ich wünsche mir mehr Ernsthaftigkeit was das ThemaGewalt an Frauen und Kinder angeht. Mutiges und ernsthaften Hinschauen auf ein Thema und die gesellschaftlichen Bedingungen, die Gewalt hervorbringen. Denn es sind diese gesellschaftlichen Bedingungen, die Gewalt auch minimieren können, hin zur Gewaltfreiheit. Das wünsche ich mir von den Verantwortlichen in der Politik und von allen Menschen, die Verantwortung tragen. Darin steckt das Wort Antwort und dieses ernsthafte Antworten auf die Thematik der Geschlechterungerechtigkeit hin zu mehr Gerechtigkeit.

Und Spaß haben

Neben dem Mut, den ich mir wünsche und erwarte, sag ich zu allen Frauen im Land: Sei mutig und hab Spaß dabei. Ja, dieser Spruch, der begleitet mich schon lange.

Dezember 2019 

Dieser Beitrag ist im Rahmen eines Interviews von Frauen im Brennpunkt mit Gabi Plattner, Geschäftsführerin Frauenhaus Tirol, entstanden. 

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